Häufig gestellte Fragen

Neurofeedback ist eine nicht-invasive Methode, durch die verschiedene Regulationsstörungen des Gehirns ganz ohne Medikamente behandelt werden können. Neurofeedback dient der Verbesserung und Stabilisierung verschiedenster Gehirnnetzwerke im Sinne einer optimalen Selbstregulation des Gehirns - als wesentlichster Bestandteil psychischer Gesundheit.

 

 

Wie funktioniert Neurofeedback?

Wir im Neurofeedback Zentrum arbeiten mit der Neurofeedback-Methode nach Othmer. Unsere Gehirnaktivität (= Gehirnwellen) wird mittels gezielt platzierter EEG-Elektroden aufgezeichnet. Eine Software wandelt unsere Gehirnaktivität um und meldet sie uns in einem visuellen und auditiven Feedback zurück. Dem Gehirn wird seine eigene Aktivität wiedergespiegelt (= Neurofeedback). 

 

 

Gibt es ein Mindest- oder Höchstalter für Neurofeedback?

Nein, es gibt keine strikte Altersgrenze, um Neurofeedback machen zu können. Wir arbeiten mit Kindern ab ca. 6 Jahren (Schuleintritt), aber auch mit Jugendlichen und Erwachsenen. Es gibt kein Höchstalter, besonders im höheren Erwachsenenalter können wir mithilfe von Neurofeedback kognitive und körperliche Einbußen lindern, wenn nicht sogar kompensieren.

 

 

Kann ich durch Neurofeedback auch meine Leistungen verbessern?

Ja. Tatsächlich können wir durch Neurofeedback mentale Höchstleistungen bewirken (= Peak-Performance-Training).  Als besonders effektiv hat sich Neurofeedback im Bereich des Spitzensports (z. B. Fußball, Tennis) herausgestellt, aber natürlich ist Neurofeedback auch für SchülerInnen, StudentInnen und auch Künstler (z. B. Musiker) hervorragend zur Förderung mentaler Leistungen geeignet. 

 

 

Wie viele Sitzungen sind erforderlich?

Um nachhaltige und stabile Trainingseffekte zu erzielen, sind laut empirischer Forschung mindestens 20 Sitzungen notwendig. Der Bedarf an Trainingseinheiten ist jedoch individuell und kann von dieser Angabe abweichen.

 

 

Hilft Neurofeedback auch langfristig?

Ja, es wurden bereits langfristige Effekte durch Neurofeedback bis zu 6 Monaten nach Beendigung des Trainings nachgewiesen. Dies verdeutlicht die Stabilität von Lerneffekten durch Neurofeedback: Unser Gehirn ist aufgrund seiner Plastizität in der Lage, seine Aktivitätsmuster und Regulationsmuster nachhaltig zu verändern. 

 

 

Wieviel kostet eine Sitzung?

Eine Sitzung kostet 90,00€. Die Kosten werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.

 

 

Darf ich Medikamente nehmen?

Ja. Neurofeedback ist kein Ersatz für eine ärztlich angeordnete Medikation. Neurofeedback kann die Wirkung von Medikamenten aber unterstützen. Des Weiteren stellt eine medikamentöse Behandlung keine Beeinträchtigung für das Neurofeedback-Training dar. Besteht der Wunsch nach Veränderung der Dosis bzw. Absetzen einer Medikation ist dies immer mit Fachärzten abzuklären. 

 

 

Ersetzt Neurofeedback eine Psychotherapie?

Nein. Wir betrachten Neurofeedback als eine wirksame Ergänzung einer psychotherapeutischen Behandlung.  Im Falle einer Traumatisierung oder Traumafolgestörung erachten wir eine Stabilisierung im Rahmen einer Psychotherapie als Voraussetzung für eine effektive Symptombehandlung durch Neurofeedback.

 

 

Was ist der Unterschied zwischen Neurofeedback und Biofeedback?

Beim (peripheren) Biofeedback erhalten wir eine direkte Rückmeldung über unsere Körpersignale (z. B. Atmung, Herzschlag, Muskelspannung) in visueller Form = Biofeedback. Neurofeedback ist eine Unterform von Biofeedback mit der Besonderheit, dass es uns möglich gemacht wird, unserem Gehirn eine direkte Rückmeldung über seine eigene Aktivität in visueller und auditiver Form zu geben = Neurofeedback.



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